Ein brandneues Bürgerwissenschaftsprojekt namens GartenDiv wurde von der Universität Leipzig und dem Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) ins Leben gerufen, um die Pflanzenvielfalt in deutschen Gärten systematisch zu erheben. In der einjährigen Pilotphase sollen Besitzer:innen von Privatgärten mit Hilfe der „Flora Incognita“-App ermittelt werden, welche Pflanzen in welchen Gärten wachsen – wie viele Individuen einer Art, wie häufig sie vorkommen und wie gut sie sich etablieren. Das Ziel: ein landesweiter Überblick über die gärtnerische Biodiversität – Gärten sollen als bisher unterschätzte Rückzugsorte für heimische Arten anerkannt werden. Besonders für Insekten wie Wildbienen könnten sie wertvolle Lebensräume sein. Langfristig planen die Forschenden, das Projekt über mehrere Jahre hinweg auszubauen, mit thematischen Kampagnen, Zusatzfragebögen und noch mehr Teilnehmenden. So soll nicht nur die Wissenschaft profitieren, sondern auch das Bewusstsein der Bevölkerung: Gärten zählen. Jeder kann aktiv zum Artenschutz beitragen, auch im eigenen Garten.